DHCP + TFTP :: DHCP + TFTP
Dies Tutorial ist mehr was für IT-Administratoren, da es hauptsächlich um ein Rettungssystem für Serversysteme hierbei geht.
Teilweise ist es aber auch recht interessant für die, die mehrere Computer bei sich im Netzwerk an laufen haben und nicht jedem Rechner mit einer festen IP versehen wollen, sondern dies vom DHCP-Server machen lassen wollen.
DHCP:
Das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) ermöglicht die Zuweisung der Netzwerkkonfiguration an Geräte durch einen Server. Das Dynamic Host Configuration Protocol wurde im RFC 2131 definiert und bekam von der Internet Assigned Numbers Authority die UDP-Ports 67 und 68 zugewiesen.
TFTP:
Das Trivial File Transfer Protocol (TFTP) ist ein sehr einfaches Dateiübertragungsprotokoll. Es wurde 1980 auf der Basis von EFTP entwickelt. TFTP unterstützt lediglich das Lesen oder Schreiben von Dateien. Nicht vorhanden sind viele Funktionen des mächtigeren FTP wie etwa Rechtevergabe mittels chmod, Anzeigen der vorhandenen Dateien oder Benutzerauthentifizierung.
Im Gegensatz zu FTP, das ein verbindungsorientiertes Transportprotokoll erfordert, wird TFTP normalerweise über ein verbindungsloses Protokoll wie UDP betrieben. Allerdings gibt es die Ähnlichkeit zu FTP, dass die Daten nicht in der gleichen Verbindung übertragen werden. Der Client fragt eine Aktion (lesen/schreiben) zwar auf dem Port 69 an, aber der Server sendet nicht mit Port 69 als Source, wie man es z. B. von DNS kennt. Client und Server wählen sogenannte transfer identifiers (TIDs). Diese TIDs entsprechen den UDP Port auf der jeweiligen Seite und liegen im Bereich von 1024 bis 65535.
Motivation für die Entwicklung von TFTP war das Laden von Betriebssystemen oder Konfigurationen über das Netzwerk. Hierfür sind das verbindungsorientierte TCP und das darauf aufsetzende FTP viel zu komplex. TFTP wurde dagegen bewusst einfach gehalten:
- Paketorientiertes Protokoll
- Lesen und Schreiben von Dateien (oder E-Mails) auf einem Server
- keine Auflistung von Verzeichnisinhalten
- keine Authentifizierung, Kompression oder Verschlüsselung
- maximale Dateigröße 32 MBytes (16 MBytes bei manchen Implementierungen)