Gigantisches Rechenzentrum in Schottland geplant
Die Pläne klingen riesig: Newcomer Internet Villages International möchte in Schottland ein rund 1 Milliarde Euro teures Rechenzentrum errichten - mit rund 1 Millionen Quadratmeter Stellfläche. Das Vorhaben mit dem Namen Alba1 ist so groß, dass der Betreiber nicht von einem RZ sondern von einem RZ Dorf spricht.
Laut Unternehmensveröffentlichung habe man jetzt eine Finanzierung über 979 Millionen Dollar als Direktinvestment eines unbenannten Anteilseigners sichern können. Mit diesem Geld möchte man im Südwesten von Schottland die gigante RZ-Fläche erschließen. Dort sei sowohl das Land als auch die Kühlungs- und Energiekosten gering, so dass sich die Nutzung als Rechnerfläche anbieten würde.
Darüber hinaus verspricht das Unternehmen, das Vorhaben komplett aus erneuerbaren Energien zu speisen. Dafür haben man sich eine Räumlichkeit in der Nähe von vier verschiedenen Energiequellen gesucht: Windenergie, Wasserenergie, Biomasse und durch eine im Januar angekündigte Kooperation mit Atlantic Ressources gegebenfalls auch Wellenenergie. Jede dieser Quellen soll dabei mindestens 100MW an Leistung in das RZ anbieten.
Der Ausbau des ersten Rechenzentrums wird mit Infrastrukturkomponenten von APC erfolgen. Weitere Bauabschnitte wird Internet Villages gegebenfalls nur noch als Infrastrukturprovider für Fläche und Strom begleiten und somit Drittfirmen den Aufbau von Flächen dort ermöglichen.
Mit diesem Vorhaben könnte Schottland sich als führender Rechenzentrums-Standort in Europa etablieren. Mehr als 1.000 Jobs sollen nach und nach an dieser Lokation entstehen - mehr Administratoren gibt es wahrscheinlich in Europa nirgendwo so gehäuft.
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